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THE STORY





» Name
Black
» Vorname
Nathanael William
» Spitzname
Nathanael mag seinen Namen und zieht es demnach auch vor, genau so genannt zu werden. Abkürzungen wie Nathan oder Nate akzeptiert er, selbst die Anrede mit seinem Nachnamen Black findet er okay. Will man ihn ärgern, sollte man ihn Natti oder Natie nennen. Allerdings wird er dann sehr schnell gereizt und ungemütlich.

» Alter
24 Jahre alt
» Geburtsdatum
21. September

» Job
Besitzer und Barkeeper der Nachtarena.
» Schicht
Eigentlich ist Nathan steinreich. Er hat damals von seinen Eltern eine Menge Geld geerbt und seit seinem achtzehnten Geburtstag hat er auch vollen Zugriff zu all diesem Geld. Sieht man ihn allerdings in seinen Klamotten oder in seiner Wohnung, würde man ihn eher der Mittelschicht oder sogar der Unterschicht zuordnen. Nathan selber bevorzugt die Mittelschicht, da er mit seinem Job mittlerweile auch genug eigenes Geld verdient, um sich am Leben zu halten.

» Aussehen
» Größe
183 cm groß

» Statur
Nathan ist groß und besonders im Oberkörperbereich recht gut gebaut. Ansonsten kann man ihn eher als schlank bezeichnen. Er treibt nicht unbedingt viel Sport und sucht ein Fitnessstudio nur in dem Gefühl höchster Langeweile auf. Auf seinen Oberkörper allerdings ist er stolz. Aus dem Grund stellt er ihn auch so oft zur Schau.

» Augen
Seine Augen sind grün und ziemlich ausdrucksstark. Sie spiegeln oft seine Gefühle wieder und wirken in der Nacht beinah unheimlich und katzenmäßig. Jedoch bekommt man sie selten zu Gesicht, da er sie meistens hinter einer großen, schwarzen Sonnebrille versteckt.

» Haare
Nathans ganzer Stolz sind seine Haare, obwohl die nicht mal eine besondere Länge oder einen besonderen Schnitt haben. Er geht nie aus dem Haus, ohne mindestens eine viertel Stunde für sie vor dem Spiegel verbracht zu haben. Was seine Frisuren angeht, ist er sehr experimentierfreudig. Meistens trägt er sie zu einem Iro hoch gegelt. Sie sind dunkelbraun, beinah schon schwarz. In den letzten Wochen und Monaten hat er den Schnitt jedoch rauswachsen lassen und trägt seine Haare somit jetzt länger.

» Kleidung
Nathanael trägt am liebsten so wenig wie möglich. Kein Shirt, keine Schuhe. Meistens sieht man ihn in einer hellen, ausgewaschenen Jeans, unter der neckisch eine karierte Boxershorts hervorblitzt. Sollte er tatsächlich mal ein Oberteil anhaben, wird es ein schlichtes Shirt in schwarz oder weiß sein. Er macht sich nicht viel aus schicken Anzügen oder Hemden, in denen kommt er sich nur fehl am Platz vor. Nathan verzichtet auf jegliche Art von Schmuck, bis auf seine Uhr. Und seine Sonnebrille, wenn man die auch als Schmuck zählen kann. Er besitzt in seinem Schlafzimmer eine eigene Schublade mit dreizehn Sonnebrillen. Also kann er fast zwei Wochen lang jeden Tag eine andere aufsetzen, was er auch meistens tut – selbst im Winter.
Manchmal geht er mit dem Ehering seiner Eltern, an einem Band befestigt und um den Hals gehangen, aus dem Haus.

» besondere Merkmale
Beim Lächeln bilden sich kleine Grübchen aus seinen Wangen. Er hasst sie, Frauen vergöttern sie. Sie wirken Nathanael viel zu kindlich und süß, weswegen er äußerlich einen komplett falschen Eindruck auf einen machen kann. Außerdem hat er sich am linken Knöchel die Initialen einer Frau stechen lassen, von der er heute nicht einmal mehr den vollen Namen kennt.

» Familie
» Vater: Vater William Black | † |ehemaliger Anwalt | nebenberuflicher Drogendealer
» Mutter: Mutter Julie Black | geborene Moreau | † | ehemalige Kellnerin in einem Café
» Geschwister: keine Geschwister

Sowohl zu seiner Mutter, als auch zu seinem Vater hatte Nathan in den zehn Jahren, die er sie kannte, ein sehr gutes Verhältnis. Er war ihr kleiner Sonnenschein und beide kümmerten sich außerordentlich gut um ihn. Heutzutage merkt man es dem Jungen kaum noch an, das er tatsächlich einmal so was wie Familienliebe erfahren hat. Laut ihm sind Familien etwas schlimmes und er kann nicht verstehen, warum einige Menschen so viel Zeit mit ihnen verbringen. Wenn andere ihn auf seine Familie ansprechen, sagt er nur selten, das sie tot sind, da er ebenso eine Abneigung gegen vorgeheucheltes Mitleid hat. Meistens denkt er sich also Geschichten über seine Eltern aus – sie seien gerade auf einer Kreuzfahrt, beruflich beschäftigt oder was auch immer.

» Charakter
Es hätte keinen Sinn, an dieser Stelle Nathan etwas über sich selbst sagen zu lassen. Er würde nur positive Sachen nennen. Alle negativen Aspekte überblenden oder sie mit netten Argumenten umschreiben. Nathan ist perfekt. Denkt er. Glaubt er. Ist er aber nicht.
Es gibt nur eine Person, die Nathanael Black wirklich liebt. Sich selbst. Vielleicht gab es mal Menschen, die er genauso liebte. Vielleicht war er mal anders. Ein ganz normaler Junge. Jetzt ist er es nicht mehr. Jetzt liebt er nur noch sich selbst. Und eigentlich ist die Liebe genau das, wovor er sich am meistens fürchtet. Nicht die einzige Sache, die ihm Angst macht. Aber das andere sind Kleinigkeiten. So wie manche Angst vor Spinnen haben. Alles Trivialitäten. Die Liebe ist für Nathan etwas anderes. Was für ihn die Liebe ist, ist für andere der Tod. Laut Nathan folgt auf Liebe Tod. Liebe ist etwas grausames, sie wird dir zum Verhängnis. Die Liebe ist eine Illusion, ein Glückgefühl vor dem Untergang. Es ist wie ein freier Fall. Du breitest die Arme aus, gibst dich dem Gefühl hin, spürst das Adrenalin, das deinen Körper durchströmt. Das Gefühl ist unglaublich, es ist unbeschreiblich. Dann kommt der Aufprall. Du wachst auf. Aus einem Traum, einer Illusion, einer Lüge. Bestenfalls bist du tot. Dann spürst du den Schmerz nicht. Nathan überspringt den Teil. Er überspringt die Liebe, spürt den Schmerz. Und auf Schmerz folgt Alkohol.
Nathans Alkoholkonsum ist groß. Er arbeitet als Barkeeper und die Klausel im Vertrag hält ihn nicht davon ab, zwischendurch auch einen Drink zu genießen. Es gibt Tage im Jahr, an denen du dir sicher sein kannst, dass Nathan sie nur mit einer Flasche Wodka verbringt. Weihnachten, zum Beispiel, oder seinen Geburtstag. Oder auch den 21. Dezember. Warum der 21. Dezember? Erfährst du, wenn er dir etwas über sein Leben erzählt. Aber Nathan redet so gut wie nie über seine Vergangenheit. Fragt man ihn danach, verschließt er sich und wird unhöflich. Nathanael hat es geschafft, eine Mauer um sich aufzubauen. Und an dieser Mauer kommt nichts vorbei. Er blockt alles ab, nichts kommt auch nur annähernd in die Nähe seines Herzens. Irgendwer meinte mal, Nathan hätte verlernt, wie man weint. Nathan selbst sah das als Kompliment.
Generell hat er ein Auffassungsvermögen, das sich sehr von anderen unterscheidet. Er empfindet Worte als Komplimente, die andere als Beleidigung sehen würden – und umgekehrt. Fast schon auf eine kindliche Art und Weise sagt er manchmal unbeabsichtigt Dinge, die andere verletzen, während er in dem Glauben ist, ihnen damit einen Gefallen getan zu haben. Allerdings wäre das auch das einzige Mal, bei dem Nathan unbewusst verletzt. Wenn es um Schmerz geht, greift er eher ungern auf seine Fäuste zurück – zugegeben, er ist zwar start, aber über die Hälfte aller Prügeleien würde er wohl verlieren. Nathan ist eher einer, der mit Worten kämpft. Seelischer Schmerz ist so viel beständiger, als physischer. Und er hat einen Vorteil – durch die Mauer, die er um sich errichtet hat, treffen ihn psychische Schmerzen weniger. Somit hat er kein Problem damit, andere Menschen einzig und alleine mit Worten fertig zu machen. Er sagt immer, was er denkt, aber nie, was er empfindet. Das könnte daran liegen, das für Nathan Gefühle Neuland sind. Oder anders ausgedrückt: Neuland, das er nicht erforschen will. So gerne er sonst auch neue Dinge ausprobiert, Gefühle werden von ihm nie genauer erforscht werden. Gefühle machen einen verletzlich, sie bieten keine Vorteile. Und wenn deine Vergangenheit größtenteils mit dunklen Ereignissen überschattet sind, die keine positiven Gefühle mit sich bringen, versuchst du automatisch, dies zu verdrängen. Nathan hat es geschafft.
Wenn es um Nathanael Black geht, sollte man besonders seine Arroganz und sein Egoismus noch einmal erwähnen und genauer erläutern. Irgendjemand verglich ihn mal sehr trefflich mit Narziss, eine Person aus der griechischen Mythologie. Der Sage nach wurde Narziss von einem Gott gestraft, indem er sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und sich daran erfreute, bis er irgendwann durch eine Trübung daran starb. Es ist zwar zu bezweifeln, das Nathans Selbstverliebtheit ihn in naher Zukunft in den Tod treiben wird, aber ansonsten haben Narziss und Nathan einige Gemeinsamkeiten – nicht nur den selben Anfangsbuchstaben im Namen. Nathan selbst hält sich für Gottes Geschenk an die Frauenwelt, für perfekt, für unwiderstehlich. Dabei legt er nicht einmal besonders viel Wert auf sein Äußeres – einmal abgesehen von seinen Haaren. Schuld ist sein unglaublicher Charme und die guten Gene, die ihm vererbt wurden. Nathanael wird von jedem Spiegel gefesselt und kommt nicht umhin, sich darin erst einmal ausgiebig zu betrachten und zumindest seine Frisur wieder in Form zu bringen. Er ist unglaublich überzeugt von sich, in allem was er tut. Fehler unterlaufen ihm nicht und alles was er anpackt, wird schon irgendwie funktionieren. Wenn auch durch äußerst eigensinnige Wege und Mittel. Da er selbst die einzige Person ist, die er liebt, ist er selbst auch die einzige Person, die ihm etwas bedeutet. Der Tod seiner Eltern und die nicht vorhandenen Verwandten haben ihn gleichgültig im Bezug auf andere Menschen gemacht. Nathan ist ein Egoist und denkt zuallererst an sich selbst. Er tut mir Dinge, von denen er selbst profitiert und Gefallen sind nun mal kein Teil davon. Wenn er von jemandem um etwas gebeten wird, muss schon etwas für ihn dabei heraus springen, bevor er es auch tut.

» Vorlieben
[*]Kaffe und Zigaretten
Es gibt Tage, an denen nimmt er nichts anderes zu sich, als Alkohol und Nikotin. Seine Gesundheit ist ihm – gelinde ausgedrückt – scheiß egal. Ein früherer Tod ist bestimmt kein Grund für ihn, mit dem Rauchen oder dem Trinken aufzuhören. Im Gegenteil – mittlerweile kommt er in manchen Situationen ohne Nikotin kaum mehr aus. Manchmal fordert er sich selber heraus, um sich an die Grenzen zu treiben und zu gucken, wie weit er seinen Körper reizen kann. An den Tagen raucht und trinkt er nicht, er setzt sich selber auf Entzug. Solche Tage verbringt er wie ein psychisches Wrack, mit zitternden Händen und übermäßiger Nervosität und Reizbarkeit.

[*] scharfes Essen | Pfeffer
Selber Kochen kann Nathan nicht und das obwohl er seit über fünf Jahren alleine in einem Appartement wohnt. Meistens bestellt er sich etwas oder nutzt die Gunst der Mikrowelle. Egal, was für ein Essen schließlich vor ihm steht – hauptsache es ist scharf. Eigentlich kann man sich sicher sein, dass Nathan immer noch einmal nachwürzt, ohne vorher überhaupt probiert zu haben.

[*]Nachtleben | unterwegs sein in Clubs und Bars
Diese Vorliebe hat er schon als Jugendlicher ausgelebt und jetzt, mit vierundzwanzig Jahren, nicht abgelegt. Bevorzugt ist dabei natürlich sein eigener Club, in dem er fast jede Nacht hindurch arbeitet und sich gleichzeitig auch vergnügt. Er hat es geschafft, Arbeit und Spaß miteinander zu knüpfen, was bei diesem Job allerdings auch nicht allzu schwer sein sollte.

[*]Sonnebrillen
Tagsüber wirst du Nathan nur selten ohne Sonnenbrille auf der Nase erleben. So wie andere Schuhe oder Taschen oder Briefmarken sammeln, sammelt er Sonnenbrillen. Mittlerweile hatte er eine recht nette Sammlung, an der ihm sehr viel liegt. Eigentlich gibt es keinen besonderen Grund, warum er sie ständig trägt, schließlich verwendet er sich nicht, um nicht erkannt zu werden oder um sich vor der Sonne zu schützen [er trägt sie auch im Winter]. Sie sehen einfach nur gut aus.

[*]Musik | Schallplatten | Plattenspieler
Und damit ist alle Formen der Musik gemeint – bestimmt aber nicht alle Musikrichtungen. Nathan liebt es, Musik zu hören, genauso wie er es liebt, selber Musik zu machen. Seit einiger Zeit ist er der Bassist einer Band, die zwar nicht unbedingt sehr bekannt oder erfolgreich ist, in Clubs von San Francisco aber schon einige Aufträge bekommt – und das reicht ihm. Nathanael bevorzugt die älteren Formen der Musik, also nichts allzu elektronisches. Er hält nicht viel von diesen Boybands, die alle zwar tanzen und singen können, aber nicht einmal wissen, wie man eine Gitarre richtig hält. Auch liegt ihm sehr viel an seiner Schallplattensammlung, von denen die Hälfte damals seinem Vater gehörten.

[*]Radieschen mit Zucker
Eine äußerst seltsame Vorliebe von Nathan, doch dieser Snack ist ihm schon im Kindergarten ans Herz gewachsen. Angefangen hat alles mit einer Wette, es endete damit, dass Radieschen mit Zucker sich zu einem seiner Lieblingsessen entwickelten. Radieschen sind vermutlich das einzig Essbare, das von ihm mit Zucker versehen wird und nicht mit Pfeffer.

[*]Oberkörper-Frei-Rumlaufen oder auch Barfuss- Rumlaufen
Eigentlich macht Nathan das doch nur, um sich nicht morgens mit den Gedanken stressen zu müssen, welches Shirt er zu der Hose anzieht und welches am besten passt. Er empfindet es als viel bequemer, mit freiem Oberkörper herumzulaufen, besonders natürlich im Wetter. Außerdem ist das Gefühl des kalten Asphalts unter den bloßen Füßen unbeschreiblich. Fast besser als Sex – aber auch nur fast. Jeder, der ihn kennt, weiß, dass hinter diesen Worten auch eine Lüge steckt – natürlich macht er es auch, weil es gut aussieht. Und weil er es sich leisten kann.

[*]seine Haare | Haare generell | Haarpflegemittel
Sehr eitel ist Nathan nicht unbedingt – aber was seine Haare angeht, so ist er sehr Eigen. Die Pflege seiner Haare beansprucht die meiste Zeit im Badezimmer, er kann kaum an einem Spiegel vorbeigehen, ohne nicht kurz seine Frisur zu kontrollieren. Mit der Zeit hat er sogar angefangen, andere Menschen teils nach ihren Haaren zu beurteilen. Warum er so auf Haare fixiert ist, kann er nicht sagen. Wahrscheinlich hat es auch gar keinen richtigen Grund.

[*]sein Motorrad
Sein Heiligtum, sein Ein und Alles, seine große Liebe. Bei dem Kauf seines Motorrades war es das allererste Mal, dass Nathan tatsächlich das Geld seiner Eltern – das er nach deren Tod geerbt hat – für etwas verwendet hat. Und danach hat er es nie wieder getan. Er kaufte es sich, als er neunzehn Jahre alt war, seitdem fährt er damit überall hin. Einen Autoführerschein hat er nicht und den wird er so schnell auch bestimmt nicht machen. Eine Fahrt in einem Auto ist nichts, verglichen mit dem Gefühl, dass einem ein Motorrad geben kann, wenn man mit dem über Schnellstraßen fährt.

[*]Lippen im Allgemeinen
Noch so eine Fixierung auf etwas, die Nathan nicht erklären kann. Irgendwann haben Lippen angefangen, ihn zu faszinieren. Meistens die Lippen von weiblichen Wesen – wie er auf diese gekommen ist, dürfte wohl klar sein. Seine Vorliebe für diese beschränkt sich nicht nur auf Lippen im Realen, sondern auch auf Fotografien, Bilder und so weiter.

[*]das Leben der Augenblicke
Was für einen Sinn hat es denn auch schon, seine Zeit damit zu verschwenden, um an den nächsten Morgen zu denken? Oder an das, was danach kommen könnte – die nächsten Woche, Monate, Jahre. Welchen Spaß bringt einem die Gegenwart, wenn man zu sehr mit der Zukunft oder der Vergangenheit beschäftigt ist? Nathan ist jemand, der aus Prinzip nicht an Konsequenzen denkt oder eben an das, was passieren könnte. Sicher kann man sich schließlich nie sein, ob es tatsächlich passieren wird. Im Gegensatz zur Gegenwart – da steckt man dann mitten drin.

» Abneigungen
[*] Winter | Kälte da kann er zum Beispiel nicht mehr ohne Schuhe oder Shirt rumlaufen
[*] nichtalkoholische Cocktails | sinnlos
[*] das Geräusch von Fingernägeln auf einer Tafel | Schultrauma
[*] das Ticken einer Uhr | es nervt ihn
[*] Eis in jeglicher Form | Also Eiscreme, Schnee, Eiswürfel etc.
[*] Langeweile
[*] Kugelschreiber | siehe Vergangenheit

» Vorgeschichte
Am 1. Januar lernte der Amerikaner William Black während seiner Reise nach Paris, die Französin Julie Moreau kennen und lieben. Obwohl diese zu dem Zeitpunkt kein einziges Wort englisch konnte, verliebten sich beide sofort Hals über Kopf ineinander.

[list]Das Licht der bunten Laternen spiegelte sich in ihren unergründlichen Augen wider. Ihre Haare hatten das dunkelste schwarz, dass er je gesehen hatte und sie umschmeichelten beim Tanzen ihr Gesicht. Ihr Lächeln schien alle in einen Bann zu ziehen, er merkte, dass er nicht der einzige war, der sie anstarrte. Langsam hob er sein kleines Wodkaglas an und leerte es in einem Zug, ohne die Frau aus den Augen zu lassen. Dann stand er auf, nahm all seinen Mut zusammen und ging zu ihr herüber. ,,Entschuldigen sie die Unterbrechung, aber suchen sie vielleicht noch einen Tanzpartner?“
Ein schüchternes Lächeln erschien auf ihren Lippen und sie guckte verlegen auf den Boden. Langsam schüttelte sie den Kopf und deutete erst auf ihr Ohr und dann kurz auf ihren Mund. Anscheinend verstand sie ihn nicht. Kein einziges Wort... Er griff fragend nach ihren Händen und machte ein paar tanzende Bewegungen.
Wieder erschien dieses Lächeln auf ihren Lippen und ein Blick in ihre Augen reichte als Antwort...
[/list]

Bereits neun Monate später, am 21. September, wurde in einem Krankenhaus auf der Upper East Side ihr Sohn Nathanael William Black geboren. Seinen zweiten Vornamen verdankte er seinem Vater, einem bedeutenden Anwalt in New York City. In seiner Kindheit hatte Nate es sehr gut. Sein Vater besaß eine eigenen Anwaltskanzlei und seine Mutter fing nach drei Jahren an, in einem exquisiten Café zu arbeiten.
Nathan war ein Einzelkind, bekam alles von seinen Eltern, das er wollte und wurde somit etwas verzogen. Er war glücklich, ohne Frage. Bei fremden Leuten mimte er immer den wohlerzogenen Sohn. Bei seinen Eltern war er der wilde, unbremsbare Junge, der nur Spaß haben wollte. Er nutzte die Gütigkeit seiner Eltern beinah aus und liebte beide trotzdem aus ganzem Herzen, auf eine kindliche Art und Weise.
Mit sechs Jahren wurde er eingeschult. Er hatte nie die besten Noten, da er schlichtweg zu faul zum lernen war. In ein paar Fächern hatte er Spitzennoten, in den anderen sackte er ab. Jedoch schaffte er es jedes mal, das Jahr durch zu stehen. Seine Leidenschaft lag ganz woanders: Bei der Musik. Zu seinem zehnten Geburtstag bekam er von seinen Eltern einen E-Bass geschenkt. Lange hatte er zwischen Schlagzeug, Gitarre und Bass hin und her überlegt, bis er sich schließlich für letzteres entschieden hatte. Von da an übte er nahezu täglich, ohne jedoch je einen richtigen Lehrer zu haben. Ein paar mal hatten sie das versucht, doch Nathan war so hitzköpfig und stur gewesen, dass jeder Musiklehrer nach ein paar Wochen aufgab.
Drei Wochen nach Nathanaels zehnten Geburtstag, kam der schrecklichste Tag in seinem ganzen Leben.

Nathanael war gerade mit seinen Eltern im Wohnzimmer. Er spielte mit seiner Mutter verstecken, während sein Vater auf dem Sofa saß und Zeitung las. Sein aktuelles Versteck war der große Schrank. Eben der Schrank, aus altem Holz und einem Loch auf Augenhöhe, durch das man das hellerleuchtete Wohnzimmer sehen konnte. Während er darin saß und darauf wartete, dass seine Mutter ihn fand, wurde plötzlich die Tür aufgestoßen.
Herein kam ein Mann, durch und durch in schwarz gekleidet. Mit einer Maske im Gesicht und einer Pistole in der Hand. Alles weitere verlief ziemlich schnell...

[list],,Mommy? Daddy?“, fragte der Junge mit verängstigter Stimme und trat aus dem Schrank. Zwei Stunden hatte er dort verbracht, bis er sich sicher sein konnte, dass dieser Mann verschwunden war. Die leblosen Körper lagen auf dem Boden. Um sie herum Blut.
Auf dem Teppich ein schwarzer Kugelschreiber. Mit zitternder Hand hob Nathanael diesen auf.
[/list]

Eine weitere Stunde später traf die Polizei ein. Man fand Nathan, wie er mit blassen Gesicht und einem starren Ausdruck zusammengekauert auf dem Sofa saß, ein Kissen vor seinen Bauch gepresst. Zwei Tage und zwei Nächte sprach er mit niemandem ein Wort.
Er wurde in ein Heimgeschickt, in das er die weiteren Jahre verbrachte. Dort erfuhr er schließlich auch, wie es zu dem schrecklichen Mord kam. Sein Vater, eigentlich ein bedeutender Anwalt, war tief in die Drogenszene mit hinein verstrick gewesen. Seit über fünf Jahren verdiente er sich so nebenbei noch Geld. Zusammen mit seinem Partner, Donovan Fernandez – von allen nur Don genannt. So zumindest war er in der Szene bekannt.
Eines Tages kam es zwischen Don und Nathans Vater zu einem Streit. Es ging um Geld. Der Streit eskalierte und Don brachte seine Eltern um. Alle dachten, seine Mutter hätte ebenfalls von den Geschäften ihres Mannes gewusst, was aber nicht der Fall war. Aus dem Grund wurde auch sie umgebracht.

Nathanael entwickelte sich zu einem stillen Jungen. Er lebte bis zu seinem achtzehnten Geburtstag in einem Heim für verwaiste und ausgestoßene Kinder in New York City. Die Zeit verlief ohne Zwischenfälle. Meistens war er alleine in seinem Zimmer. Keine wusste, was er da tat. Tatsache war, dass er seit seinem vierzehnten Geburtstag seine Rache an dem Mann plante. Er fand Wege, mit denen er seinen Namen und seine Adresse ausfindig machen konnte. Auf seinem Nachttisch lag der Kugelschreiber, in den sich sein gesamter Hass gefiltert hatte.
Und doch spielte er diese Rache nie aus. Die Hassgefühle in ihm drinnen steigerten sich und an manchen Tagen scheinen sie plötzlich zu explodieren. Manchmal reicht es, wenn ihn jemand fragt, ob er sich mal seinen Kugelschreiber leihen könnte, und Nathan geht in die Luft. Dabei kann auch gerne mal ein Zimmer draufgehen.

Da er in der Schule nie besonders berauschend war, machte er nur einen einfachen Abschluss und verzichtete darauf, irgendwo zu studieren oder eine besseren Abschluss zu machen. Er zog alleine nach San Francisco und suchte sich dort eine Arbeit in einem Nachtclub. Er wurde Barkeeper und wohnte von da an in einer kleinen Dachwohnung. Sehr ordentlich ist diese nicht, was aber mit Nathanaels Charakter und seiner positiven Einstellung zu einem Chaos verbunden ist.
In den Nächten treibt er sich in den Clubs der Großstadt herum, betrinkt sich und vergisst was passiert ist. Bis zu seinen Träumen...
Noch Jahre danach verfolgten ihn die Bilder des Mordes in den Träumen. Nach außen hin ließ sich Nathanael nichts anmerken. Er lebte schweigend vor sich hin, blieb bei niemandem lange genug, um etwas über sich zu verraten und vertraute niemandem. Wenn man ihn heute fragt, erzählt er, seine Eltern wären bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er hat noch nie jemandem die Wahrheit erzählt und das wird auch nicht so schnell passieren.

Langanhaltende Beziehungen hatte Nathan nie. Meistens lief das ganze eine Nacht und man sah sich danach nie wieder. Das längste, von dem er erzählen konnte, waren drei Monate. Am sechsundsechzigsten Tag betrog er sie. Gleich zwei mal. Er war nicht dafür geschaffen, treu zu sein.
Jetzt, dreizehn Jahre nach dem Mord, führt er wieder ein halbwegs normales Leben. Die Tage verbringt er mit nichts tun. Abends arbeitet er. Nachts schläft er. Ob alleine oder nicht, kommt auf seine Stimmung an.
Als vor einigen Monaten der ehemalige Besitzer der Nachtarena starb, bot man Nathan diesen Job an. Und obwohl das mehr Arbeit bedeutete, stimmte er zu und war von dem Zeitpunkt der Besitzer und Eigentümer der Nachtarena. Die Disko ist mittlerweile zu seinem zweiten zu Hause geworden und er verbringt sehr viel Zeit dort. Ihm liegt noch immer sehr viel daran, selbst hinter der Theke zu stehen und die Getränke für die Gäste zu mixen.

» Wer ist auf deinem Ava?
Jared Leto

» Übernahme
Nein

» Wohnsituation
Eine kleine Dachwohnung in der Stadt

» Sonstiges
Niente





THE STUFF



68 days in the life of nathanael black
an illustrated book for children



Lasst uns einmal ein Spiel spielen. Ein Assoziationsspiel. Ihr nennt ein Wort und ich sage das, was mir als erstes dazu einfällt. Heimat? San Francisco. San Francisco? Hurrikan … Äh – pardon? Hurrikan? Zumindest diese spontane Antwort hat eine längere Erklärung verdient. Relativ früh wurden im Radio Unwetterwarnungen ausgerufen, doch geglaubt habe ich es erst, als auf der Straße ein Mülleimer an mir vorbei geflogen ist. Ich bin an dem Abend wie gewohnt in die Nachtarena gegangen, für mich war es ein ganz normaler Tag. Unspektakulär. Pustekuchen. Anfangs war es nur Cathryn, die sich zufällig ebenfalls in der Nachtarena aufhielt. Später in Gesellschaft eines schleimigen, schmierigen Kerls. Arschloch. Anders lässt er sich kaum beschreiben. Möglicherweise war ich eifersüchtig. Möglicherweise. Keine Ahnung. Auf jeden Fall mochte ich es gar nicht. Nachdem Cathryn ihm eine deutliche Abfuhr erteilt hatte, versuchte er sie mit anderen Mitteln zu überreden. Oder auch zu zwingen. Wie auch immer. Er schüttete ihr Drogen ins Glas. Gott, verzweifelter geht es ja wohl kaum. Und arschlöchiger auch nicht. Ist das überhaupt ein Wort? Egal, es passt wunderbar zu Jason. Er ist arschlöchig. Glücklicherweise habe ich das bemerkt, mich heldenhaft über die Theke geschwungen und dem Kerl eins runter gehauen. Cathryn war zu dem Zeitpunkt schon relativ neben der Spur. Kein Wunder, so wie es schien, hatte sie noch nie in ihrem Leben zuvor Drogen genommen und da konnte das Zeug ziemlich schnell anschlagen und den gewünschten Effekt erzielen. Himmel, sie konnte kaum gerade gehen. Aber ihr bekifftes Lächeln ist extrem knuffig. Abartig, dass ich gerade dieses Wort benutzt habe. Jason bekam also Clubverbot, wurde von den Türstehern persönlich aus der Nachtarena entfernt und ich hatte eigentlich vor, Cathryn nach Hause ins Bett zu bringen, wo sie hingehörte. Sehr weit kamen wir nicht. Kaum einen Schritt aus der Tür heraus, wurde uns bewusst, dass die Menschen im Radio mit der Unwetterwarnung nicht gescherzt hatten. Ich habe noch nie so ein riesiges Chaos gesehen. Ganz San Francisco schien panisch durcheinander zu schreien, laufen und so weiter. Wir wurden alle zum Stadttheater geschickt, das sei der sicherste Ort bei diesem Wetter. Und genau dahin gingen wir dann auch. Dort war das Chaos noch unausstehlicher, also verzogen wir uns in einen der kleinen Schminkräume unten. Cathryn wurde plötzlich sehr zweideutig, beziehungsweise eindeutig an Sex interessiert. Doch ich, der Held, habe die Situation natürlich nicht ausgenutzt, auch wenn ich ebenso nicht abgeneigt war. Ehrlich mal. Erst rette ich ihr quasi das Leben, dann mime ich auch noch den perfekten Gentleman. Superman ist nichts gegen mich in seinem bunten Ganzkörperkondom und dem passenden Cape. Ich kann zwar nicht fliegen, aber ich kann andere coole Sachen. Superman, zieh dich warm an. Ein neuer Superheld ist in der Stadt, jawohl. Und wo kriege ich jetzt so ein schniekes Outfit her? Egal, ich komme vom Thema ab. Cathryn ist irgendwann auf meinem Schoß eingeschlafen, während ich selber nur in unruhige Träume verfiel, ohne so richtig in den Schlaf zu finden.

Spielen wir weiter? Okay. Sex? Spaß. Kuscheln? Unnötig. Kuss? Cathryn. Überraschung, Überraschung. Für sie würde ich mir das mit dem Kuscheln sogar noch einmal überlegen. Aber dazu später. Am nächsten Morgen verließen wir gemeinsam nach einer kurzen Panikattacke meinerseits, weil sie einfach so verschwunden war, das Stadttheater und machten uns auf den Weg zu ihr ins Studentenwohnheim. Ehrlich, seit ich sie kenne bin ich erschreckend oft in die Nähe der Universität gekommen. Auf einmal färbt das noch ab oder so. Ich durfte ihr dort meine Version des Abends erzählen, sie mir ihre. Wobei Cats eher knapp ausfiel, da ihr Gedächtnis einige Lücken aufwies, die ich auffrischen durfte. An meinen heldenhaften Sprung über die Theke konnte sie sich glücklicherweise noch erinnern. Und daran, dass wir den halben Abend lang, beziehungsweise auf dem Weg zum Stadttheater, Händchen gehalten haben. Man muss sich das mal vorstellen ... Ich, Nathanael Black, spaziere durch die Straßen San Franciscos, während ich mit einer Frau Händchen halte. Aber irgendwie war es ganz nett. Irgendwie. Keine Ahnung, Cathryn ist verwirrend. Frauen sind verwirrend. Wer soll aus ihnen schlau werden? Und ich dachte, ich hätte sie durchschaut. Pustekuchen. Sie hat mir das Gegenteil bewiesen. Relativ lange bin ich nicht bei Cathryn geblieben, da mich die Neugierde zu meiner Wohnung trieb. So eine Dachwohnung ist einem Hurrikan komplett ausgeliefert und ich gestehe, ich war etwas besorgt, zu einem Trümmerhaufen zurück zu kehren. Dem war aber schließlich nicht so. Lediglich der Balkon musste etwas leiden und das war schnell wieder repariert. Aber egal, das ist nur nebensächlich und viel wichtiger ist doch eigentlich, wie ich mich damals an dem Tag nach dem Hurrikan von Cathryn verabschiedet hatte. Völlig ohne Vorwarnung – weder für sie, noch für mich – beugte ich mich vor und küsste sie. Einfach so! Ohne Grund. Okay, doch. Ich hatte einen Grund. Ich hatte es vermisst, sie zu küssen. Und mir war auf einmal danach. Und ihre Lippen sind so weich. Zuckerwatte-weich. Und vielleicht mag ich sie auch. Ohne ihr aber eine Chance auf eine Antwort zu lassen, habe ich mich umgedreht und bin gegangen.

Attraktiv? Cathryn. Wunderschön? Cathryn. Einzigarztig? Cathryn. Schokolade? Cathryn. Sekunde mal ... Schokolade? Cathryn? Irgendein Zusammenhang? Nein. Diese unüberlegte Antwort lässt sich damit erklären, dass meine Gedanken in den darauf folgenden Tagen von einer Sache besessen waren. Nein, einer Person. Cathryn Sanders. 21 Jahre alt. Studentin. Ex-Affäre. Und zufällig die Frau, die es geschafft hatte, mich in den Wahnsinn zu treiben. Ich wurde nicht schlau, weder aus ihr, noch aus meinen Gefühlen ihr gegenüber. Ich wusste, dass sie mehr für mich war, als nur eine Ex-Affäre. Zugegeben, zu der Hälfte meiner Ex-Affären habe ich keinen Kontakt mehr, die andere Hälfte kann mich nicht mehr leiden und hält mich mittlerweile für das größte Arschloch, das der Frauenwelt je untergekommen ist. Und es gibt ein paar wenige Ausnahmen, mit denen ich weiterhin befreundet bin. Cathryn gehörte zu diesen Ausnahmen. Mit ihr konnte ich Spaß haben, ohne mit ihr zu schlafen. Es reichte mir, mich einfach nur mit ihr zu unterhalten. Besonders, wenn es dabei um ihre Unterwäsche ging ... Aber da war noch mehr. Ich rede hier nicht von Schmetterlingen im Bauch, von Kribbeln in den Handflächen oder all den anderen kitschigen Sachen, die Menschen mit Liebe in Verbindung bringen. Ich rede nicht einmal von Liebe. Es war – nur einfach mehr als nur Freundschaft. Und ich wollte nicht, dass sie einfach aus meinem Leben verschwand, so wie der Großteil ihrer Vorgängerinnen. Ich weiß, meine Gedanken waren auch schon einmal klarer und ich konnte auch schon einmal besser auf den Punkt bringen, was ich einem Menschen gegenüber empfinde. Aber wie gesagt, Cathryn schaffte es, neue Seiten an mir hervor zu bringen.

Eklig? Frösche. Unfair? Welt. Hass? Jayden Crowe. Nicht so überraschend, wie vielleicht einige andere Antworten. Jayden Crowe. Erzfeind seit nun mehr ein paar Jahren. Was er in dieser Zusammenfassung zu suchen hat? Gute Frage. Wir hatten kaum Kontakt in diesen achtundsechzig Tagen, ich war viel zu sehr damit beschäftigt, mir meinen Gefühlen gegenüber Cathryn bewusst zu werden, als das ich mich um den kleinen Wurm hätte kümmern können. Die Zeit hat er leider genutzt, um ebenfalls andere Dinge zu tun ... Rebecca einen Heiratsantrag zu machen, zum Beispiel. Heiratsantrag. Hochzeit. Alleine bei den Worten könnte mir schlecht werden. Das bedeutet, den Rest des Lebens mit einer Person zu verbringen. Nur noch mit einer Frau flirten zu dürfen. Nur noch einer Frau hinterher starren zu dürfen. Nur noch mit einer Frau schlafen zu dürfen. Auch wenn diese Person Rebecca Sullivan ist, die Vorstellung ist grausam. Und ich muss zugeben, ich war geschockt, als ich erfuhr, dass Rebecca Ja gesagt hatte. Sie wollte den Rest ihres Lebens mit Jayden Crowe verbringen. Da konnte sie sich natürlich auch gleich mit Frankensteins Monster persönlich verloben. Aber gut, ihre Sache. Dennoch konnte ich es nicht lassen, sie bei der nächsten Bandprobe damit aufzuziehen. Jedoch geht es nicht nur um die Tatsache, dass gerade sie und Jayden heiraten werden. Es geht darum, dass die Liebe auf einmal voll von Liebe war. Erst kündigte eine Barkeeperin aus der Nachtarena, weil sie schwanger war und mit ihrem Freund zusammen ziehen wollte. Und dann die Sache mit der Hochzeit. Liebe. Liebe. Überall Liebe. Und das half mir nicht wirklich, in Sachen Cathryn einen Schritt weiter zu kommen. Es ließ sich also nicht verhindern, mit ihr persönlich darüber zu reden. Und zugegeben, auch wenn ich das Gespräch eher fürchtete, dem Treffen mit ihr sah ich positiv entgegen.

Verwandte? Tod. Freunde? Alkohol. Liebe? Cathryn? Fragezeichen, richtig. Es kam nicht wirklich zu einem Gespräch, sondern endete ziemlich schnell in meinem Bett. Und dort verbrachten wir in den folgenden Tagen eine Menge Zeit. Nicht nur im Bett, auch sonst. Es ist keine Affäre mehr, es ist mehr. Aber nicht direkt genug, um es eine richtige Beziehung zu nennen. Wobei – steht eigentlich irgendwo beschrieben, wie man eine Beziehung definiert? Es ist eine Beziehung. Basta. Eine Cathryn-Nathan-Beziehung und die sah eben anders aus, als all die anderen Beziehungen. Aber mir gefällt sie. Wir verbringen Zeit miteinander, haben Spaß miteinander, was will man[n] mehr? Es ist nicht wirklich Liebe. Wir haben darüber nicht gesprochen, aber Liebe wäre etwas zu hoch gestochen. Ich mag sie. Sehr sogar. Und sie scheint mich auch zu mögen. Und das genügt in diesem Augenblick. Ich könnte es mir für diesen Moment nicht schöner vorstellen. Und jetzt wieder zurück zu dem Kuscheln ... Cathryn übernachtet mittlerweile ziemlich oft bei mir und morgens neben ihr aufzuwachen, ist irgendwie ein schönes Gefühl. Und auch hier hätte ich nie gedacht, dass ich so etwas einmal sagen oder denken würde. Selbst Händchenhalten wäre okay, obwohl wir beide nicht gerade Personen sind, die so was in der Öffentlichkeit zur Schau stellen. Wir suchen uns lieber ungestörte Plätze und machen es unter uns aus. Es ist ungewohnt, sicher. Für mich ist es vollkommenes Neuland und ich glaube, auch Cathryn ist keine Expertin auf diesem Gebiet, wenn auch sie mehr Erfahrung hat als ich. Aber vielleicht ist es genau deswegen auch so interessant ... Ich weiß nicht, wie es in der Zukunft aussehen wird. Und es ist mir egal. Es geht um das Hier und Jetzt. Und das will ich mit Cathryn verbringen.


f e m a l e

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